Um die richtige Größe für ihren Hund zu evaluieren, besuchen sie bitte die Seite “Größe bestimmen”. Die unterschiedlichen STURMFREI® Größen haben wir so konzipiert, dass sich die Größen überlappen. Das heisst beispielsweise, dass die Größe M in der Einstellung des Vordergurts auf mittlerer Größe so groß ist, wie das L in der Einstellung des Vordergurts auf kleinster Größe. Bei der Wahl der Größe ist die Orientierung am Gewicht hilfreich und an den Rassen. Passt ihr Hund in eine der angegebenen Größen in Rasse und Gewicht, ist jedoch im Vorderbereich sehr kräftig und sie sind sich unsicher, ob er in die Größe noch passt, dann wählen Sie die größere Variante. Ebenso gilt dieses Auswahlprinzip bei Hunden die eine ungewöhnlich schmale Brust haben; dann wählen sie die kleinere Größe. Bei viel Fell ist ein etwas lockeres STURMFREI® zu empfehlen. Australian Shepherd passen beispielsweise oft in M und L. Ist die Brust sehr beharrt, ist das L zu empfehlen bei einem sehr großen Australian Shepherd. Mini Australian Shepherd passen erfahrungsgemäß in das S für Kraftprotze.

STURMFREI® besteht aus einem Vordergurt und einem Bauchgurt. Der Vordergurt besteht aus zwei Teilen (Größen XXS, XS, S und S für Kraftprotze) oder aus drei Teilen (Größen M, L, XL, XXL, XXXL). In der Mitte des Vordergurts befindet sich ein Leinenbefestigungselement an dem der Hund von vorne geführt wird. In Größen XXS, XS, S und S für Kraftprotze liefern wir einen Sicherheitsschlüsselring mit, der zusätzlich vorne befestigt werden kann, damit es leichter ist den Leinenkarabiner einzuhaken (z.B. bei Hunden mit viel Fell oder für Halterinnen, die Rückenbeschwerden haben und so schneller die Leine anbringen können.)

Am Bauchgurt befindet sich hinten am Schieber ein Karabiner, der dazu gedacht ist, die Leine hindurchzuziehen. So wird bei längeren Leinen verhindert, dass die Leine zwischen die Beine des Hundes geraten kann und ihn beim Laufen behindert. Der Karabiner kann auch um den Bauchgurt befestigt werden, falls der Winkel unpraktisch liegt nach finaler Einstellung des Bauchgurts.

Der Bauchgurt wird eingestellt, in dem frau das Material durch den hinten am Rücken liegenden Schieber durchzieht. Um zu gewährleisten, dass sich mit der Zeit der Gurt nicht selbst verschiebt, verwenden wir Schieber mit einem möglichst geringen Durchmesser. Möchten Sie den Gurt größer einstellen, dann schieben sie aus der Richtung auf der das Material zweimalig ist das Material durch den Schieber auf die andere Seite. Möchten Sie den Gurt verkleinern, dann schieben Sie das Material, welches einlagig ist, durch den Schieber in die andere Richtung.

Wenn Sie den Schieber in Richtung des Materials schieben, in dem eingenäht ist (das ist beim Vordergurt der Fall), dann ergibt sich mehr Zwischenraum auf den Schieberseiten und die Verstellung gestaltet sich besonders leicht.

Der Vordergurt ist über einen fixierten Reibverschluss mit dem Bauchgurt verbunden. D.h., dass es sich nicht um eine Fixierung handelt, sondern dass der Vordergurt entlang des Bauchgurtes verstellt werden kann. Wenn Sie den Bauchgurt einstellen, kann es notwendig sein, dass sie den Vordergurt entlang des Bauchgurtes rechts oder/und links verschieben müssen, um den Bauchgurt kleiner oder größer machen zu können. Sie können dafür den Gurt auch etwas knicken. Der Vordergurt ist möglichst eng am Bauchgurt angebracht, damit dieser stabil an seiner eingestellten Position verbleibt.

Unter den eingestellten Bauchgurt sollte noch eine Hand passen, damit er nicht zu eng sitzt.

Der Vordergurt ist an beiden Schiebern links und rechts verstellbar. Die Verstellen funktioniert hier wie oben beschrieben: Den Schieber in die Schlaufe drücken, in der er eingenäht ist und das Material aus der einen Richtung in die andere schieben. Der Vordergurt sollte vor der Längenverstellung in seiner Höhe positioniert werden, denn abhängig davon, aus welcher Höhe er sitzt, ist eine Größenanpassung notwendig. Die Höhe des Vordergurts kann individuell bestimmt werden. Der Vordergurt kann locker auf den Schultern liegen oder etwas höher liegen (jedoch unter dem Hals). Zu beachten sind zwei Dinge: Der Vordergurt sollte den Hund nicht behindern beim freien Laufen. Dafür können Sie den Hund einfach ohne Leine im STURMFREI® umher laufen lassen und den Gang beobachten. Grundsätzlich ist es sinnvoll den Hund das STURMFREI® erstmal leinenlos tragen zu lassen, damit beobachtet werden kann, wie er damit läuft und sich der Hund daran gewöhnen kann. Dafür kann auch beispielsweise der Hund mit einem Ballspiel abgelenkt werden, damit er von Beobachtungssituation und dem neuen Geschirr etwas abgelenkt wird und er nicht das Gefühl hat, dass irgendwas ungewöhnlich sei und darauf mit Nervosität reagiert.

Zum Zweiten sollte das STURMFREI® nicht zu hoch sitzen, da es ansonsten beim Zug wieder den Hals tangiert. Das STURMFREI® Prinzip basiert darauf, dass der Hund, wenn er das Ende der Leine erreicht an der Schulter tangiert wird und ein natürliches Stopp-Signal erhält. Bei einigen Hunden reicht bereits eine leichte Berührung am oberen Rand des Schulterblatts, andere wiederum sind so stark auf Aussenreize fokussiert, dass das Stopp-Signal sie nur erreicht, wenn es durch direkten Druck auf die Schulter ausgelöst wird. Die Länge des Vordergurts ist beim Minimum erreicht, wenn der Bauchgurt hinter der Achsel anliegt, wenn der Hund sitzt. Er sollte sich im sitzenden Zustand nicht wölben oder gegen die Achsel pressen. In dem Fall ist es zu eng eingestellt. Testweise kann frau hierzu den Finger zwischen Bauchgurt und Achsel halten. Steht der Hund gerade entspannt sich der Brustgurt und das STURMFREI® sitzt locker, da sich die Körpermasse natürlich verteilt, die im sitzenden Zustand im hündischen Körper zusammen geschoben wird. Abhängig von der Form der Vorderbrust des Hundes kann der Vordergurt dann sehr locker liegen. Das ist so beabsichtigt, damit der Gurt immer die Möglichkeit hat, nach Zug an der Leine wieder nach hinten zu wandern. Es kann dabei beim Zug zu einer Ausbeulung des Geschirrs nach links (falls die Halterin links läuft) kommen, was ganz normal ist, da der Gurt sich den Platz “nimmt”, der da ist. Dieses Mechanik ist Bestandteil, um die Bequemlichkeit und Uneingeschränktheit des Hundes zu sichern, damit dieser keine gesundheitlichen Einschränkungen hinnehmen muss. Das STURMFREI® soll nur dann wirken, wenn es zum Zug kommt und das ohne Androhung von Schmerzen oder das Tangieren des Fluchtinstinkts (Brustgeschirr).

Wie zuvor erwähnt befindet sich hinten am Schieber ein Karabiner. Dieser Karabiner wird verwendet bei der Verwendung längerer Leinen, damit diese den Hund, wenn er vorneweg läuft nicht im Laufen behindern. Der Karabiner ist nicht dazu gedacht die Hundeleine daran zu befestigen. Dies widerspräche auch dem gewünschten STURMFREI® Effekt: Durch ein befestigen des Hundes hinten am STURMFREI® wird auch am STURMFREI® der Oppostionsreflex (Fluchtreflex) ausgelöst. Auch wenn Produkte anderer Hersteller eine Führung von vorne und hinten empfehlen: Verhaltenspsychiologsch ergibt das keinen Sinn. der Hund erhält zwei widersprüchliche Signale: Ziehen und Stoppen. Wer den Hund vorne UND hinten führt, wird den Hund unabsichtlich ständig verwirren, weswegen sich das Verhalten auf Dauer nicht bessern kann.